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Bodenmanagement hautnah: Einblicke in das Ausbauprojekt „Albaufstieg“ an der Bundesautobahn A8

Veröffentlicht am: 03. April 2025

Gruppenfoto mit den Exkursionsteilnehmern vor der Autobahnbrücke in der Amtalklinge

Am Samstag, dem 22. März 2025, versammelten sich Studierende des Studiengangs Forstwirtschaft aus dem sechsten Semester unterhalb der Fischerhäuslebrücke am derzeitigen Albabstieg der Bundesautobahn A8. Diese stellt eine der zentralen Verkehrsachsen Süddeutschlands dar und soll in den nächsten Jahren sechsspurig ausgebaut werden, um den zukünftigen Anforderungen an Verkehrskapazität, Sicherheit, Lärmschutz und Emissionsreduzierung gerecht zu werden. Im Fokus des aktuellen Bauabschnitts stehen vorbereitende Maßnahmen zur Auffüllung der Amtalklinge im Bereich des geplanten Tunnel- und Brückenneubaus im Gosbachtal sowie Sanierungsarbeiten an der bestehenden Trasse. Die Autobahn war hierfür am Wochenende für den Durchgangsverkehr in Fahrtrichtung Stuttgart gesperrt.

Die Exkursion wurde von Andreas Christoph, einem Absolventen der Hochschule Rottenburg, organisiert. Er ist für die forstbodenkundliche Baubegleitung des Projektes verantwortlich. Daneben wurde die Studierendengruppe von Ulrike Conle von der Autobahn GmbH sowie der Lehrbeauftragen Julia Eisele begleitet. Ziel der Exkursion war es, den Studierenden einen bodenschutzbezogenen Einblick in die geplanten Baumaßnahmen zu ermöglichen und potenzielle Themen für die anstehenden Seminararbeiten zu erörtern.

Im Rahmen der Exkursion wurden zunächst die Planungs- und Genehmigungsprozesse der Baumaßnahme erläutert. Ein besonderer Schwerpunkt lag zudem auf den Schutzmaßnahmen für die Haselmaus, welche im Rahmen des Artenschutzes erforderlich sind. Bei der anschließenden Geländeerkundung wurden die geologischen und bodenbildenden Prozesse der Region thematisiert, insbesondere die Problematik der Hohlraumdurchsetzung des Weiß-Jura-Hangschutts und deren Auswirkungen auf die Tragfähigkeit des Untergrunds. Die Exkursionsroute führte in die schmaleren, höher gelegenen Bereiche der Klinge, in denen Markierungen an Bäumen die Außengrenzen des geplanten Aufschüttungsfeldes verdeutlichten. Abschließend wurden potenzielle Themen für die Seminararbeiten diskutiert, bevor die Exkursion mit einem gemeinsamen Grillen ausklang, das zum Austausch zwischen Studierenden und Expertinnen und Experten einlud.